**Neues Jahr, neues Glück?


Warum echte Veränderung nicht am 1. Januar beginnt**

Jedes Jahr das Gleiche.
Ein neues Kalenderjahr beginnt – und mit ihm die Hoffnung, dass sich endlich etwas verändert.

Mehr Leichtigkeit.
Mehr Fülle.
Mehr Nähe.
Mehr Ruhe.

Wir fassen Vorsätze, machen Pläne, versprechen uns selbst, diesmal wirklich dranzubleiben.
Und ein paar Wochen später fühlen sich viele wieder genauso wie zuvor: frustriert, gescheitert, müde.

Nicht, weil sie zu schwach sind.
Sondern weil wir Veränderung oft am falschen Ort suchen.


Veränderung ist für dein Nervensystem kein Neuanfang – sondern Stress

Für dein Nervensystem bedeutet Veränderung vor allem eines:
Unsicherheit. Gefahr. Kontrollverlust.

Und genau hier liegt das Problem.

Dein Körper ist nicht dafür gemacht, dich glücklich zu machen.
Er ist dafür gemacht, dich am Leben zu halten.

Alles, was er einmal als „sicher“ abgespeichert hat, wird er verteidigen – selbst dann, wenn es dich langfristig unglücklich macht.

Das können sein:

  • alte Beziehungsmuster
  • ständiges Funktionieren
  • finanzielle Enge
  • emotionale Zurückhaltung
  • Überanpassung
  • Kontrolle
  • Mangeldenken

Nicht, weil du das willst.
Sondern weil dein Nervensystem gelernt hat: So überlebe ich.


Warum Vorsätze so oft scheitern

Wenn du dir Veränderung nur auf mentaler Ebene vornimmst, passiert Folgendes:

Dein Verstand sagt:

„Ich will das anders.“

Dein Nervensystem sagt:

„Das ist gefährlich.“

Und dein Körper gewinnt.

Nicht aus Böswilligkeit.
Sondern aus Schutz.

Deshalb sabotieren wir uns oft unterbewusst:

  • wir verlieren Motivation
  • wir werden müde
  • wir zweifeln
  • wir greifen zu alten Mustern
  • wir „vergessen“, was wir eigentlich wollten

Das ist kein Charakterfehler.
Das ist Biologie.


Ein persönliches Beispiel: Geld & Sicherheit

Lange Zeit hat mein Körper auf Geld mit Enge reagiert.
Ein unterschwelliges „hoffentlich reicht es“.
Ein dumpfes Gefühl von etwas Bedrohlichem.

Selbst wenn Geld da war, war keine Sicherheit da.

Vor Kurzem kam eine Abbuchungs-Benachrichtigung auf mein Handy –
und zum ersten Mal war da keine Angst.

Kein Zusammenziehen.
Kein Alarm.
Kein inneres Festhalten.

Mein erster Gedanke war:
Es wird alles passen. Es ist genug da.

Mein Körper hat ruhig reagiert.
Weit. Neutral. Sicher.

Das war kein Gedanke.
Das war eine neue Nervensystem-Erfahrung.

Und genau das ist Veränderung.

Nicht das Wissen.
Nicht die Einsicht.
Sondern die Fähigkeit, Sicherheit in einem neuen Zustand zu halten.


Echte Veränderung beginnt mit Kapazitätsaufbau

Wenn du wirklich etwas in deinem Leben verändern willst, brauchst du nicht mehr Disziplin.
Du brauchst mehr Kapazität.

Kapazität bedeutet:

  • dein Nervensystem kann neue Zustände halten
  • dein Körper bleibt reguliert, obwohl etwas anders ist
  • du kannst Fülle, Nähe, Ruhe oder Erfolg empfangen, ohne in Stress zu kippen

Dafür musst du verstehen:

  • wie dein Nervensystem funktioniert
  • was es als sicher abgespeichert hat
  • wie du diese Sicherheit langsam erweitern kannst

Von Herzen empfehle ich dir dafür die „Human Basics“-Membership von Anna-Maria Reifschläger vom Alive Together Network.
Dort findest du essentielles Nervensystem-Wissen – kostenlos, klar, ohne Verkaufsdruck.
Wenn du tiefer in die praktische Umsetzung willst, gibt es auch eine Membership – alle Infos & Kosten dazu findest du HIER.

Und wenn du dir persönliche Begleitung wünschst, kannst du dich jederzeit für eine 1:1 Begleitung bei mir melden.


Warum der 1. Januar energetisch eigentlich irrelevant ist

Auch energetisch und zyklisch betrachtet ist der 1. Januar kein natürlicher Neubeginn.

Er basiert auf dem gregorianischen Kalender – einer menschlichen Konstruktion.
Kein Sonnenwechsel.
Kein Mondwechsel.
Kein natürlicher Zyklus.

Andere Kulturen beginnen ihr neues Jahr zu völlig anderen Zeiten:

  • das chinesische Neujahr richtet sich nach dem Mond
  • das astrologische Jahr beginnt zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling

Natürlich:
Weil wir diesen Zeitpunkt kollektiv seit Jahrhunderten als „Neuanfang“ feiern, ist er emotional und energetisch aufgeladen – zumindest in der westlichen Welt.
Und das kannst du dir durchaus zunutze machen.

Aber nicht, indem du dich zwingst.
Sondern indem du bewusst wählst.


Wann Neuanfang wirklich Sinn macht

Auch wenn der 1. Januar energetisch kein natürlicher Wendepunkt ist, heißt das nicht, dass du die kollektive Energie des Jahresanfangs nicht nutzen kannst.
Im Gegenteil: Es gibt einen Zeitpunkt, an dem Neubeginn wirklich getragen wird – innerlich wie energetisch.

Der erste Neumond im Jahr.

2026 fällt dieser auf den 18. Januar im Zeichen Steinbock.

Der Neumond steht immer für:

  • Neubeginn
  • Neuausrichtung
  • das Pflanzen von Samen

Der Steinbock wiederum steht für:

  • Struktur
  • Verantwortung
  • Realitätssinn
  • nachhaltigen Aufbau

Diese Kombination lädt nicht zu schnellen Visionen oder großen Versprechen ein. Sie lädt dich ein, ehrlich zu fragen:

  • Was kann ich wirklich tragen?
  • Was passt zu meiner aktuellen Kapazität?
  • Was darf langsam, stabil und verkörpert wachsen?

Das ist keine Energie für Selbstoptimierung.
Sondern für Fundamentarbeit.


Wie du diesen Neumond nervensystemfreundlich nutzen kannst

Statt dir Ziele zu setzen, die dein Nervensystem unter Druck setzen, kannst du diesen Neumond nutzen, um Sicherheit für Neues aufzubauen.

Ein paar sanfte, wirkungsvolle Impulse:

🌓 1. Spüre zuerst – nicht planen
Bevor du etwas „festlegst“, spüre in deinen Körper:

  • fühlt sich der Gedanke weit oder eng an?
  • ruhig oder getrieben?
    Dein Nervensystem weiß, was realistisch ist.

🌓 2. Setze Intentionen, keine Ziele
Nicht: „Ich muss…“
Sondern: „Ich öffne mich für…“
Intentionen laden ein – Ziele fordern oft.

🌓 3. Denke in Kapazität, nicht in Leistung
Frage dich:

  • Welche Qualität möchte ich dieses Jahr halten können?
    (z. B. Ruhe, Klarheit, Verbindung, Sicherheit)
  • Was müsste mein Nervensystem dafür lernen?

🌓 4. Weniger ist mehr
Ein einziger, klarer Fokus ist oft wirksamer als zehn Vorhaben.
Der Steinbock liebt Reduktion – und Nachhaltigkeit.

Frage dich:

  • Was will wirklich entstehen – jenseits von „ich sollte“?
  • Wie fühlt sich der Gedanke in meinem Körper an?
  • Weite oder Enge?
  • Ruhe oder Druck?

Ich arbeite dafür gern mit der Intention Setting Practice aus dem Podcast von Rachel Brathen (Yoga Girl). Du brauchst aber keine Anleitung. Dein Körper weiß was du brauchst.


Und wenn du gar nicht weißt, wohin es gehen soll

Manchmal fehlt nicht die Motivation – sondern die Orientierung.

Ein Blick in dein Horoskop kann dir helfen zu verstehen:

  • welche Themen dich gerade rufen
  • wo Integration statt Neubeginn ansteht
  • wo dein Fokus dieses Jahr liegen darf

Wenn du Interesse an einem Astro Reading hast, freue ich mich, von dir zu hören.


Zum Schluss

Veränderung geschieht nicht, weil ein neues Jahr beginnt.
Sie geschieht, wenn dein Nervensystem lernt, neue Sicherheit zuzulassen.

Alles andere ist Selbstverrat.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert